Naja, es gibt doch Lieder für die man sterben würde. Lieder, die so genial sind, dass man nicht ohne sie leben will. Lieder, neben denen man sich schrecklich klein und unbedeutend – und gleichzeitig furchtbar glücklich fühlt.

Und er:

Nein, solch übertriebenen Gefühle lösen Lieder bei mir nicht aus. Es ist doch total dämlich. Als gäbe es nichts anderes auf der Welt. Bescheuert.

Ich fühle mich,
als würde ich,
berührte man mich,
in kleine Teilchen zersplittern.
Für jede Sorge,
jedes Problem,
jeden Zweifel,
jede Träne
eins.
Und sie würden verstreut
auf dem Boden liegen
und niemand wüsste,
wer es ist.

Nicht ich male mich. Du zeichnest mich.
Mit immer deutlicheren Konturen und immer kräftigeren Farben.
Und du kratzt deinen Namen sichtbar tief in das Gemälde,
als wäre es dir nichts wert.
Wieso?

Ich will denken,
ohne von Gedanken erdrückt zu werden.

Ich will erzählen,
ohne sprechen zu müssen.

Ich will zuhören,
ohne hören zu müssen.

Ich will tanzen, lachen, weinen,
und unsichtbar sein.

Ich will leben,
ohne diesen Kampf zu führen.

Ich will träumen,
und nicht mehr aufwachen müssen.